{"id":69,"date":"2024-10-05T22:10:11","date_gmt":"2024-10-05T20:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/studendo.com\/haenigsen\/?page_id=69"},"modified":"2025-08-03T20:53:22","modified_gmt":"2025-08-03T18:53:22","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/haenigsen.de\/en\/historie\/","title":{"rendered":"History"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"633\" height=\"741\" src=\"https:\/\/haenigsen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/wappen_haenigsen.png\" alt=\"thumbnail\" class=\"wp-image-1909\" style=\"width:190px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/haenigsen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/wappen_haenigsen.png 633w, https:\/\/haenigsen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/wappen_haenigsen-256x300.png 256w\" sizes=\"auto, (max-width: 633px) 100vw, 633px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>H\u00e4nigsen<\/strong> wurde 1226 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und hie\u00df damals noch&nbsp;Henighusen&nbsp;(das bedeutete:&nbsp;Ort der Sippe Henning). Die&nbsp;reichsfreien&nbsp;Edelherren&nbsp;von Meinersen&nbsp;waren in H\u00e4nigsen reich beg\u00fctert.<br>Laut ihrem&nbsp;Lehnsregister&nbsp;gaben sie um 1220 in&nbsp;Henighusen&nbsp;20&nbsp;Hufen&nbsp;und zwei M\u00fchlen als Lehen an Lippold von Escherde und seinen Bruder. Vier H\u00f6fe um 1280 als Lehen an Johannes von Escherde. Ein halber&nbsp;Zehnt&nbsp;um 1280 an Gebhard&nbsp;von Bortfeld&nbsp;sowie zwei halbe Zehnt an Johannes von Escherde. Das&nbsp;Patronat, ein Lehen der&nbsp;Herz\u00f6ge von Braunschweig-L\u00fcneburg&nbsp;an die Edelherren,&nbsp;verafterlehnten&nbsp;sie schon um 1230 an die Familie Spanghe und ab 1280 an Johannes von Escherde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spitzname f\u00fcr H\u00e4nigsen lautet&nbsp;Kasparland. Bis in die Mitte des 19.&nbsp;Jahrhunderts trugen viele H\u00e4nigser B\u00fcrger den Vornamen Kaspar. Die Kleinbahn der&nbsp;Burgdorfer Kreisbahnen&nbsp;GmbH, die H\u00e4nigsen von 1908 bis 1961 mit Burgdorf verband, trug den Spitznamen&nbsp;Kasparbahn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1529 wurde die&nbsp;Reformation&nbsp;in H\u00e4nigsen eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei gro\u00dfe Brandkatastrophen suchten den Ort heim: Im Jahr 1647 vernichtete ein Feuer einen gro\u00dfen Teil des Dorfes, und am Pfingstmontag des Jahres 1693 brannten 57 Geb\u00e4ude ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 8.&nbsp;Juli 1746 stand Catharina Dammann, eine noch junge sch\u00f6ne Schustersfrau aus H\u00e4nigsen, auf der Richtst\u00e4tte des Amtes Meinersen. Die am 29.&nbsp;Dezember 1715 in Obershagen geborene Frau hatte versucht, ein Pferd von einer Weide wegzuf\u00fchren, um es in Gifhorn zu verkaufen. Sie wurde gefasst, sa\u00df zwei Jahre im Meinerser Gef\u00e4ngnis und wurde vom Nachrichter Johann Christoph Funke aus Uetze, der an ihr sein \u201eMeisterst\u00fcck\u201c verrichtete, enthauptet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem Jahr 1852 geh\u00f6rte H\u00e4nigsen zum Amt Burgdorf, vorher hat es \u00fcber mehrere Jahrhunderte zum Amt&nbsp;Meinersen&nbsp;geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4nigsen ist bekannt durch das tiefste Kali-Salz-Bergwerk weltweit (1525&nbsp;m) mit dem&nbsp;Schacht&nbsp;Riedel. Auch verf\u00fcgt es mit den&nbsp;Teerkuhlen am Kuhlenberg&nbsp;\u00fcber das \u00e4lteste, urkundlich nachgewiesene Erd\u00f6lvorkommen in Norddeutschland, das der&nbsp;Chemnitzer&nbsp;Geologe und B\u00fcrgermeister&nbsp;Georgius Agricola&nbsp;1546 erw\u00e4hnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1860 und 1862 erbohrte&nbsp;Georg Hun\u00e4us&nbsp;Erd\u00f6llagerst\u00e4tten bei H\u00e4nigsen. Im Jahr 1905 wurde mit dem&nbsp;Abteufen&nbsp;des Schachtes&nbsp;Riedel&nbsp;begonnen, der Betrieb wurde im Jahr 1909 aufgenommen, nach Einstellung der F\u00f6rderung wurde der Schacht Mitte der 1930er Jahre vom Oberkommando des Heeres \u00fcbernommen und ausgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 1938 wurde von der Wehrmacht etwa zwei Kilometer n\u00f6rdlich des Schachtes die&nbsp;Heeresmunitionsanstalt H\u00e4nigsen, (Heeresmuna Waldlager) errichtet, die die produzierte Munition im Schacht eingelagerte. Auf halber Strecke zwischen dem Fertigungsbereich und dem Schacht wurde ein Barackenlager f\u00fcr die Arbeitskr\u00e4fte der Munitionsanstalt gebaut, das&nbsp;Lager Celler Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im April 1945 wurden die Betriebsteile der Muna H\u00e4nigsen durch alliierte Truppen besetzt. Unter britischer Besatzung wurde versucht, die Munition vollst\u00e4ndig aus dem Bergwerk herauszuholen. Dabei kam es am 18.&nbsp;Juni 1946 zum&nbsp;Explosionsungl\u00fcck in der Heeresmunitionsanstalt H\u00e4nigsen, bei dem rund 10.000t Munition detonierten. Beim Ungl\u00fcck starben, haupts\u00e4chlich unter Tage, 86 Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1996 wurde das Bergwerk stillgelegt. Das Vorhaben, im Bergwerk eine Sonderm\u00fclldeponie einzurichten, wurde nach Protesten einer B\u00fcrgerbewegung und aufgrund ge\u00e4nderter wirtschaftlicher Bedingungen aufgegeben. Das ehemalige Bergwerk wird derzeit planm\u00e4\u00dfig geflutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pferdeversicherungsverein H\u00e4nigsen wurde auf Initiative des Landwirts Wilhelm Pries am 16.&nbsp;August 1908 gegr\u00fcndet. 26 Landwirte waren zu Beginn dabei. Sie w\u00e4hlten Wilhelm Pries zum Ersten Vorsitzenden, Heinrich M\u00fcller vom Hof Nr.&nbsp;39 zu dessen Stellvertreter und den Gastwirt Otto Ewald zum Rechnungsf\u00fchrer. Der Verein versichert heute Pferde aus H\u00e4nigsen, Uetze, Dahrenhorst, Dollbergen, Katensen, Schw\u00fcblingsen, Ahlten, Kolshorn, Burgwedel, Dachtmissen, Otze, Weferlingsen, Obershagen und Bockelskamp und deckt damit einen recht gro\u00dfen Einzugsbereich ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls bekannt gemacht hat den Ort der Verein&nbsp;TSV&nbsp;Friesen&nbsp;H\u00e4nigsen&nbsp;von 1908. Im Rahmen der 750-Jahr-Feier fand vor 2200 Zuschauern am 8.&nbsp;Juni 1977 ein Freundschaftsspiel zwischen dem Fu\u00dfball-Bundesligisten&nbsp;Werder Bremen&nbsp;und dem Bezirksligisten TSV Friesen H\u00e4nigsen statt (10:3 Endstand).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 20.&nbsp;November 1984 fand vor 16.000 Zuschauern im Rahmen der zweiten Runde im&nbsp;DFB-Pokal&nbsp;1984\/85 ein Spiel zwischen dem&nbsp;FC Bayern M\u00fcnchen&nbsp;und dem TSV&nbsp;Friesen H\u00e4nigsen&nbsp;im H\u00e4nigser Stadion statt (Endstand 8:0 f\u00fcr M\u00fcnchen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4nigsen hat sich au\u00dferdem von 1786 bis 1988 als gr\u00f6\u00dfte&nbsp;Deckstation&nbsp;des&nbsp;Celler Landgest\u00fcts&nbsp;einen guten Namen in der&nbsp;Pferdezucht&nbsp;gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. M\u00e4rz 1974 wurde H\u00e4nigsen in die Gemeinde Uetze eingegliedert <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%A4nigsen\">Wikipedia<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00e4nigsen wurde 1226 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und hie\u00df damals noch&nbsp;Henighusen&nbsp;(das bedeutete:&nbsp;Ort der Sippe Henning). Die&nbsp;reichsfreien&nbsp;Edelherren&nbsp;von Meinersen&nbsp;waren in H\u00e4nigsen reich beg\u00fctert.Laut ihrem&nbsp;Lehnsregister&nbsp;gaben sie um 1220 in&nbsp;Henighusen&nbsp;20&nbsp;Hufen&nbsp;und zwei M\u00fchlen als Lehen an Lippold von Escherde und seinen Bruder. Vier H\u00f6fe um 1280 als Lehen an Johannes von Escherde. 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